Aus resilienten Kindern werden resiliente Erwachsene

Dem Kind soll vermittelt werden, dass es schlichtweg aufgrund seiner Existenz geliebt wird.
An diese Form der Wertschätzung ist folglich keine Bedingung geknüpft (unbedingte positive Wertschätzung nach Carl Rogers).

Der Begriff der „unbedingten positiven Wertschätzung“ basiert auf folgenden Überlegungen:

Die bedingungsfreie, positive Wertschätzung vermittelt dem Kind das Gefühl, geliebt und wertvoll zu sein.
Geliebte Kinder fürchten sich nicht vor negativer Bewertung oder davor, Fehler zu machen.
Das Kind kann sich neuen Zielen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zuwenden.
Bedingungslose Liebe und Wertschätzung stellen einen Schutzfaktor für das Kind da.

Natürlich ist es für das Kind auch wichtig, von seinen Erziehern und Eltern ebenso angemessenes Feedback über die eigenen Schwächen zu erhalten. Dies sollte sich jedoch auf eine ganz bestimmte Leistung oder ein ganz bestimmtes Verhalten beziehen, nicht auf das Kind an sich.

Bei der bedingten positiven Wertschätzung hingegen wird das Kind für eine bestimmte Erwartung belohnt und es fühlt sich nur solange wertvoll, wie es diese Erwartung erfüllt. In weiterer Folge wird das Kind nur noch Dinge tun, die für andere „akzeptabel“ sind. Es wird zögern, sich neuen Wagnissen zu stellen, um eine mögliche Zurückweisung nicht erleben zu müssen. Seine wahrgenommenen Möglichkeiten reduzieren sich. Der Weg zu Einschärfungen und Antreibern ist damit geebnet.