Wer will, sucht nach Wegen, wer nicht will sucht nach Ausreden – wie sich Gestalter und Opfer unterscheiden

„Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern,“ so formulierte es Henry Ford.

Ein Merkmal, das resiliente Menschen haben, ist die Tatsache, dass sie ihre Aufmerksamkeit nicht primär auf andere Personen und Umstände richten, sondern in erster Linie auf sich selber. Sie sehen sich nicht in einer Opferrolle, sondern setzen sich aktiv mit bestehenden Situationen auseinander und versuchen, diese zu ihren Gunsten zu verändern. Sie sind handlungsorientiert!

In fordernden Situationen überlegen sich resiliente Menschen, was sie unternehmen können. Sie suchen aktiv nach Lösungsmöglichkeiten. Sie ergreifen von sich aus die Initiative. Das müssen Personen mit gering ausgeprägtem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen oft erst (wieder) lernen. Menschen in der Opferhaltung geben lieber anderen die Schuld an ihrer Situation. Sie finden häufig Gründe, die sie daran hindern, aktiv zu werden. Oft sind es die Eltern, die Kinder, der Partner, der Chef, die Kollegen, die Wirtschaftslage, die Politik oder die Gesundheit, die sie verantwortlich machen. Sie erwarten daher auch, dass andere die Probleme für sie lösen.

Der Weg aus der Opferrolle ist nicht immer leicht und erfordert Durchhaltevermögen. Doch er lohnt sich. Wir entwickeln unsere Fähigkeiten, machen neue Erfahrungen und gewinnen Selbstvertrauen.